Jan 062013
 

Das Zähneputzen gehört zum Alltag. Schon in jungen Jahren werden Kinder zur Mundhygiene herangezogen und sollten diese schon früh beherrschen. Das Zähneputzen beugt Karies vor und soll vor Zahnfleischentzündungen schützen. Wichtig ist, die richtige Zahnbürste zu benutzen und die richtige Technik für das Zähneputzen anzuwenden. Fasst man die Sache falsch an, bleiben ungefähr ein Drittel der Zahnflächen ungereinigt und auch die Zwischenräume werden vernachlässigt. Ein bewährtes Reinigungskonzept muss also her. Am besten geeignet für eine gründliche Zahnreinigung ist eine gute, geeignete Zahnbürste, eine erprobte Putztechnik und diverse Pflegeprodukte, wie Spülungen oder Zahnseite. Schon für die Kleinen ist eine systematische Vorgehensweise sehr wichtig. Die erste Grundregel heißt, auf keinen Fall hin und her bürsten und auf keinen Fall zu viel Druck ausüben. Sehr schwierig in Bezug auf die Reinigung sind die Zwischenräume. Diese sind nicht einfach zu erreichen. Auch dort müssen aber Speisereste und Zucker entfernt werden, damit es nicht zu Kariesbefall kommt.

Als Putztechnik hat sich die Bass-Technik bewährt. Hierbei wird die ganz normale Handzahnbürste gerollt und geschüttelt. Um diese Reinigungstechnik anzuwenden muss die Zahnbürste an Zahn und Zahnfleisch angesetzt werden und zwar in einem Winkel von ca. 45 Grad. Sodann wird die Bürste ein wenig angedrückt und hin und her gerüttelt. Die Rüttelbreite sollte ungefähr einen halben Zahn betragen. Auf diese Weise können Beläge auf den Zähnen am effektivsten gelockert und dann entfernt werden. Diese Technik sollte in jedem Abschnitt mindestens 10 Mal durchgeführt werden. Eine elektrische Zahnbürste führt diese Reinigungsmethode automatisch aus und ist entsprechend komfortabler. Die Reihenfolge der Reinigung sollte immer gleich verlaufen, ganz gleich, ob eine Handzahnbürste oder ein elektrisches Gerät benutzt wird. Es werden zunächst die Außenflächen gereinigt, dann kommen die Innenflächen an die Reihe und zum Schluss werden die Kauflächen gebürstet.

Wichtige Hinweise

Bei der Reinigung der Zähne sind einige Dinge zu beachten. Der Druck während des Putzens sollte ungefähr 100 Gramm betragen. Man kann sehr gut testen, ob der ausgeübte Druck passt, indem man die Zahnbürste auf eine Haushaltswaage drückt. Es ist recht überraschend, wie wenig Druck erforderlich ist. Der Druck ist aber nicht der wichtigste Aspekt in der Zahnreinigung, sondern die Technik, die angewandt wird und die Dauer der Reinigung. Die Zähne sollten idealerweise zwei bis drei Mal am Tag geputzt werden, vorzugsweise nach den Mahlzeiten. Die Putzdauer sollte zwei bis drei Minuten dauern, weil nur so alle Beläge entfernt werden. Es wurden neue Studien durchgeführt, die empfehlen, nach dem Essen ca. 30 Minuten zu warten, bis die Zähne geputzt werden. Besonders, wenn Nahrungsmittel verspeist wurden, die viel Säure enthalten, wie zum Beispiel Orangensaft, werden Mineralien aus den Zähnen gelöst. Der Körper kann diese wieder ersetzen. Werden die Zähne allerdings zu früh geputzt, so werden die wertvollen Mineralien entfernt.

Die Wahl der Zahnbürste

Die ideale Zahnbürste hat einen kurzen Kopf und dichte Borsten aus Kunststoff. Die Borsten müssen abgerundet sein. Es gibt Zahnbürsten, deren Oberfläche in der Form an die Oberfläche der Zähne angepasst ist. Diese Bürsten eignen sich besonders gut zur Zahnreinigung, da auch Stellen erreicht werden können, die nicht so zugänglich sind. Wurden die Zähne geputzt, muss die Bürste gereinigt werden. Danach wird sie – mit dem Kopf nach oben – getrocknet. Eine Zahnbürste sollte höchstens zwei Monate benutzt werden, dann ist ein Wechsel erforderlich.

Zahnseide für die Zahnzwischenräume

Es gibt keine Zahnbürste, die zwischen die Zähne kommt. Damit Speisereste auch dort entfernt werden können, eignet sich Zahnseite am besten. Mit der Zahnseide gelangt man mühelos auch in enge Zwischenräume. Welche Art der Zahnseide benutzt wird, liegt im persönlichen Empfinden des Benutzers. Um die Zwischenräume zu reinigen wird ein Stück Seide von ca. einem halben Meter entnommen. Die Enden werden um zwei Finger gewickelt, mit dem Daumen gespannt und dann wird mit dem gespannten Stück der Zahnzwischenraum gereinigt. Es sollte stets beim Oberkiefer begonnen werden. Das gespannte Stück wird mit leichten Hin- und Herbewegungen, ähnlich wie bei einer Säge in den Zwischenraum eingeführt. Auf diese Weise werden alle Zwischenräume behandelt.

Was bewirkt eine Mundspülung?

Mundspülungen müssen nicht sein, sind aber eine gute Ergänzung zur täglichen Zahnreinigung. Keinesfalls können sie die vorgenannte Zahnreinigung ersetzen. Mundspülungen werden gern benutzt, weil sie ein sehr frisches Atemgefühl hinterlassen. Es gibt auch medizinische Mundspülungen, die zum Beispiel bei Entzündungen im Mund eingesetzt werden. Diese sollten nicht dauerhaft benutzt werden, weil die Mund-Flora gestört wird. Sollten auch Kinder eine Mundspülung benutzen, sollte darauf geachtet werden, ob Alkohol enthalten ist.

 

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