Apr 252014
 

Vor mehr als 15 Jahren herrschte auf dem Arzneimittelmarkt große Aufruhr: Denn mit Viagra aus dem Hause Pfizer wurde ein Mittel vorgestellt, das den Umgang mit dem Beschwerdebild der Erektilen Dysfunktion für immer verändern sollte. Viagra, umgangssprachlich die Lust- oder Potenzpille für den Mann genannt, hauchte den Männern wieder neues Selbstvertrauen ein.

Die kleine, blaue Raute, die zum Blockbuster wurde, war fortan Symbol für den Kampf des männlichen Geschlechts gegen die Erektionsstörung. Doch was ist es, das Viagra überhaupt wirken lässt? Und wie groß sind die Gefahren und Nebenwirkungen bei der Einnahme dieses Medikaments? Und konnte Viagra dem Hype, den es zweifelsohne ausgelöst hat, überhaupt gerecht werden?

Die Wirkungsweise von Viagra

Viagra setzt auf einen Wirkstoff, der zur Familie der PDE-5-Hemmer gehört: Sildenafil. Dessen Effekt bei einer Erektilen Dysfunktion wurde allerdings wohl nur zufällig entdeckt, als die Forscher eigentlich auf der Suche nach einem Medikament zur Bekämpfung der Angina Pectoris und Bluthochdruck waren. Sildenafil sorgt in seiner Eigenschaft als PDE-5-Hemmer für einen erhöhten Blutfluss zum Penis, indem ein Enzym blockiert wird, welches eigentlich die Erektion beim Mann abbauen soll. Hierdurch steigt die Konzentration von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP), wodurch es zu einer Entspannung der glatten Muskulatur des Penisschwellkörpers kommt. Eine Erektionsfähigkeit ist somit wieder gegeben.

Wo ist Viagra zu beziehen?

Viagra wird vom behandelnden Arzt verordnet und muss vom Patienten selbst bezahlt werden. Ein Arztbesuch ist ohnehin lohnenswert, denn hinter Erektionsstörungen können auch ganz andere Erkrankungen stecken. Diese kann der behandelnde Arzt dann erkennen und effektiv mit therapieren.

Das Internet bietet mittlerweile einen breiten Markt für Viagra und ähnliche Produkte. Oft werben die Firmen mit einem günstigen Preis. Natürlich gibt es nicht nur schwarze Schafe unter den Internethändlern, aber Vorsicht ist dennoch geboten. Stammen die Medikamente von einer dubiosen und nicht-authorisierten Quelle, können sie zum Beispiel verunreinigt sein. Dies kann große Gesundheitsschäden nach sich ziehen. Auch kann es passieren, dass der Kunde einem Präparat aufgesessen ist, welches gar nicht den nötigen Wirkstoff enthält oder zumindest nicht in ausreichender Menge.

Risiken und Nebenwirkungen

Natürlich bestehen auch bei Viagra Risiken, Nebenwirkungen und Kontraindikationen. So sollte das Medikament nicht eingenommen werden, wenn eine Herzschwäche besteht oder es in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall gegeben hat. Ferner ist die Verwendung bei der gleichzeitigen Gabe von Nitraten (etwa zur Behandlung einer Angina Pectoris) kontraindikativ, da es zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall kommen kann. Zu den Nebenwirkungen gehören unter anderem Kopfschmerzen, Gesichtsrötung oder Verdauungsstörungen.

Vermeintliche „Horrormeldungen“

Über die Jahre hinweg wurde Viagra immer wieder in Zusammenhang mit Todesfällen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gebracht. In der Regel waren aber wohl eher eine unsachgemäße oder übermäßige Einnahme der Grund für körperliche Beschwerden. Zum Beispiel soll es Fälle gegeben haben, in denen Männer mehr Viagra als nötig und erlaubt zu sich nahmen, um dadurch noch „potenter“ zu sein. Von daher ist es unbedingt nötig, vor der Einnahme einen Arzt zu konsultieren. Er wird Grund- oder Begleiterkrankungen erkennen, die Dosis festlegen und zur Not ein völlig anderes Medikament verschreiben.

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