Dez 292012
 

Viele kennen Natron vom Backen. Der Vorgänger von Backpulver geht bei 50 Grad eine Bindung mit Säuremitteln ein und lässt den Teig aufgehen. So werden Muffin fluffig und Kuchen gehen auf.

Des Weiteren gilt es als Geheimwaffe gegen Tee -und Kaffeeflecken und wird auch sonst gerne mal beim Putzen verwendet. Doch Natron findet nicht nur im Haushalt Verwendung.

Schon lange ein Geheimtipp für Schwangere Frauen die unter Sodbrennen leiden, findet Natron immer mehr Verwendung bei der Therapie zur Entsäuerung des Körpers.

Ein Natriumsalz der Kohlensäure

Natron ist die Abkürzung von Natriumhydrogencarbonat. Im Supermarkt findet man es unter Speisenatron oder Backsoda in Pulverform. Die bekanntesten Vertreiber sind Kaiser und Bullrich Salz. Schon im alten Ägypten wurde es zur Mumifizierung und bei spirituellen Anlässen benutzt, denn Natron bindet und neutralisiert alle Säuren und wandelt sie in neutrale Salze und Kohlensäure um. Ein gutes alternatives Heilmittel bei Erkrankungen des Körpers, bei denen zu viel Säure produziert wird wie zum Beispiel bei Sodbrennen oder latenter Azidose. Dabei wird es in Kapselform angereicht, welche sich im Magen auflösen und das Natron freisetzen. Des Weiteren soll es, bei einem Bad ins Wasser gegeben, zu einer frischeren und reineren Haut verhelfen.

Vorsicht: Nebenwirkungen

Allzu oft sollte Natron jedoch nicht verwendet werden. Zumindest nicht in zu hohen Dosen.

Denn sonst drohen Bauchschmerzen oder Völlegefühl, um nur einige der Nebenwirkungen bei zu hoher Dosierung aufzuzeigen. Bei zu lange andauernder Eigenbehandlung mit Natron kann der Natrium-Calium Spiegel ins Ungleichgewicht gebracht werden, was zu Muskelkrämpfen oder einem gestörten Wasserhaushalt führen kann. Natron ist also bis zu einem gewissen Maße als Hausmittel einsetzbar, bei längerfristigen oder intensiveren Eigenbehandlungen sollten Sie aber definitiv Ihren Arzt hinzuziehen. Ebenso sollten Schwangere und Kinder unter 12 Jahren nicht ohne Rücksprache zu Natron greifen.

Vielseitig einsetzbaren als Putzmittel

Wofür Natron allerdings bedenkenlos eingesetzt werden kann, ist das Reinigen von Küche und Haushaltsgegenständen. So werden Münzen und Silberbesteck wieder glänzend, wenn man es damit poliert. Und auch die Edelstahlarbeitsfläche oder die Spüle erfreuen sich über fehlende Wasserflecken. Besonders gut geeignet ist Natron bei der Beseitigung von Gerüchen. So kann eine halbe Tasse Natron im Abfluss dazu führen, dass es nicht mehr mieft. Auch der Aschenbecher wird nach einer kurzen Natronbehandlung nicht mehr nach Asche riechen und wenn der Kühlschrank einmal geruchsmäßig abschreckt, einfach mit Essig auswaschen und eine Schale Natron für kurze Zeit hineinstellen. Dank der chemischen Eigenbindung nimmt das Natron den Geruch auf und Ihr Kühlschrank riecht wieder neutral. Teppiche werden ebenfalls wieder geruchsfrei und sauber, wenn Natron darüber gestreut, und nach einer kurzen Einwirkzeit abgesaugt wird. Töpfe, Thermoskannen oder Kugelschreiberflecken lassen sich ebenfalls mit einer Wasser-Natronmischung hervorragend wegreiben.

Allen Autofahrern sei gesagt: Vorbei die Zeit der Schmierflecken von Insekten auf der Scheibe. Natron auf einen Schwamm geben, darüber reiben und mit klarem Wasser abspülen und schon ist ihre Scheibe fleckenfrei. Doch nicht nur als Putzmittel einsetzbar, verwandelt der kleine Küchenhelfer diverse Speisen in gelungene Leckereien.

Der kleine Helfer für Lebensmittel

Wer des mühsamen Karottenschälens müde ist, dem sei nun gesagt: Karotten kochen und pro Liter einen halben Löffel Natron hinzu. Abschrecken und schon lassen sich die Möhren leicht Häuten.

Karamell wird fluffig, wenn zu der Bonbon und Karamellmasse ein wenig Natron hinzugegeben wird. Soll Kohl seine Farbe behalten, so sollte zum Kochwasser ebenfalls Natron hinzugegeben werden. Schon bleibt er frisch in der Farbe und wird nebenbei auch noch schneller weich.

Möchten Sie Obst einkochen, so hat sich ebenfalls seine Verwendung bewährt. Es nimmt dem Obst die Säure und es muss nicht mehr nachgesüßt werden.

Natron ist also sowohl in der Küche als auch im Haushalt einsetzbar. Für die Wagemutigen kann es ebenfalls zur Minderung von einigen Körperleiden genutzt werden. Her bei ist allerdings auf die Dauer und Intensität zu achten und bei Fragen oder Problemen sollten Sie sich unbedingt an Ihren Arzt wenden.

 

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