Dez 232012
 

Wie wichtig es ist, gut und genug zu schlafen, wird oft unterschätzt. Schlafstörungen oder auch einfach nur regelmäßiger Schlafmangel können weit mehr als nur schlechte Laune und Konzentrationsschwierigkeiten zur Folge haben; die Erholung, die tiefer Schlaf unserem Körper und unserem Geist bringt, ist essentiell für unsere Lebensenergie. Die Gründe für Schlafschwierigkeiten sind vielfältig und nicht alle leicht zu beheben. Was viele aber nicht wissen, ist, dass manchmal einfach nur die falsche Matratze Schuld ist.

Ungesunde Matratzen

Eine falsche Matratze ist nicht nur unbequem und Schlaf raubend. Auch die Gesundheit unseres Rückens wird von der richtigen Liegeposition beeinflusst. Neben einfachen Verspannungsschmerzen, die ja schon unangenehm genug sind, kann eine ungesunde Schlafposition sehr viel problematischere Folgen für unseren Rücken haben – Probleme mit den Bandscheiben zum Beispiel. Welche Matratzen gesund und welche ungesund sind lässt sich aber nicht pauschal sagen. Eine Matratze sollte immer individuell ausgewählt werden. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

Härte, Stütze und Elastizität

Um sich in der riesigen Auswahl von Matratzen unterschiedlichster Materialien und Qualitäten einigermaßen zurechtzufinden, können drei Kriterien helfen. Matratzen gibt es in vier verschiedenen Härtegraden, die mit H1 bis H4 bezeichnet werden. Welcher Härtegrad jeweils der richtige ist, hängt zum Beispiel vom Gewicht des Schlafenden ab. Auch die Körpergröße spielt eine Rolle, und natürlich die Verfassung des Rückens; Menschen mit einem Hohlkreuz oder starken Rückenschmerzen etwa brauchen in der Regel eine andere Matratze als solche ohne. Ansonsten hängt die Wahl des Härtegrades natürlich auch davon ab, was man selbst am bequemsten findet.

Ganz allgemein kann man die Qualität von Matratzen daran erkennen, dass sie eine so genannte Körperzonenstütze und eine ausgeprägte Biegeelastizität haben. Beides ist wesentlich für Liegekomfort und Gesundheit einer Matratze, obwohl auch hier wieder individuelle Unterschiede berücksichtigt werden sollten. Wie der Name schon besagt dient die Körperstützenzone dazu, den Körper zu stützen, wenn die Muskeln im Schlaf entspannt sind. Das entlastet die Gelenke und sorgt so für eine gesunde Liegeposition. Wenn eine Matratze nicht biegeelastisch genug ist, kann sie sich der Form des Körpers nicht anpassen. Dadurch können dann Verspannungen und Rückenschmerzen entstehen.

Allergien und Hygiene

Allergiker sollten besonders aufpassen beim Kauf einer Matratze. Wegen der Kombination aus Feuchtigkeit und Wärme halten sich alle möglichen Arten von Milben besonders gerne in Kopfkissen und Bettdecken, aber eben auch in Matratzen auf. Wenn eine Matratze daher ein schlechtes Mikro-Klima hat, kann das bei Menschen mit Hausstauballergie zu allergischen Reaktionen führen. Daneben spielt das Material der Matratze eine große Rolle. Kaltschaum- Matratzen zum Beispiel enthalten Kunststoffe, die für manche Menschen nicht gut verträglich sind. Aufgrund ihrer hohen Elastizität sind sie andererseits für Menschen mit Rückenschmerzen gut geeignet. Latex- Matratzen dagegen sind zwar ziemlich schwer, dafür stellen sie aber gutes Mikroklima her, indem sie Feuchtigkeit und Wärme optimal regulieren – und extrem elastisch sind sie außerdem. Selbst gute Matratzen sollte man aber ungefähr alle acht Jahre wechseln. Um sie während dieser Zeit hygienisch zu halten ist es ratsam darauf zu achten, dass ihr Bezug waschbar ist und sich möglichst leicht abnehmen lässt.

Matratzenkauf

Die richtige Wahl einer Matratze kann also durchaus eine Weile dauern. Man sollte auf jeden Fall über seine eigenen Rückenprobleme und Allergien informiert sein und jede dann in Frage kommende Matratze mindestens fünf Minuten lang Probe liegen. Wenn man sich unsicher ist, ist eine Beratung durch einen Fachmann auf jeden Fall empfehlenswert. Schließlich hat man dann ja auch acht Jahre lang etwas davon.

 

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